Diashow

Kambodscha Februar 2010

 

 

Kambodscha

Heimat von Riesen- & Weißschulteribis

Nach Jahrzehnten mit Krieg, Terror und Isolation ist Kambodscha nun endlich wieder zugänglich für Besucher. Dieses wenig bekannte und selten besuchte Land ist charakterisiert durch seine berühmten Tempelanlagen, unberührten Wälder und mächtigen Flüsse. Heute ist das Land sicher und leicht zu bereisen, da die Infrastruktur in den letzten Jahren erheblich verbessert worden ist. Der Naturschutz hat hier heute einen hohen Stellenwert.
Die Entdeckung einer guten Population des legendären Riesenibis und des ebenso seltenen Weißschulteribis, die bislang unbekannte Mekongstelze, die Barttrappe, der spektakuläre Rotbürzelspecht, beide Adjutanten, der seltene Saruskranich der Unterart sharpei, Mandschuren- und Chinarohrsänger, die fast endemische Kambodscha-Buschwachtel und viele andere atemberaubende Vogelarten ziehen zunehmend Vogelbeobachter aus aller Welt an.

1. Tag: Flug von Frankfurt nach Siem Reap.

2. Tag:
Nach der Ankunft fahren wir ins Hotel. Je nach Ankunftszeit werden wir schon am 2. Tag unser Kulturprogramm starten.

3. Tag:
Heute besuchen wir die berühmten Ruinen von Angkor Wat und die umliegenden Tempel, die zu den ehrfurchtgebietenden Kulturgütern der Welt gehören. Hier erwartet uns auch eine Vielzahl attraktiver Vögel wie Dreifarbenweihe, Schikrasperber, Perlhalstaube, Bartsittich, Koel, Kuckuckstrillerkauz, Eil-, Bengalen- und Haussegler, Blauschwanz- und Braunkopfspint, Dollarvogel, Hinduracke, Streifenbartvogel, Kupferschmied, Orientspornpieper, Grau- und Scharlachmennigvogel, verschiedene Bülbülarten, Blaumerle (auch die rotbäuchige Unterart philippensis), Dajal, Malaienfächerschwanz, Schwarznackenpirol, Grünrücken-Nektarvogel, Königs- und Glanzfleckdrongo, Langschopf- und Hirtenmaina und in großer Zahl Feldsperlinge!

4. Tag: Frühmorgens fahren wir zum Tonle-Sap-See mit seinen gewaltigen Wasservogel-Kolonien. Tonle-Sap ist der größte Süßwassersee Südostasiens mit dem weltweit größten Fischreichtum und einem Massenvorkommen von Seeschlangen, von denen täglich unglaubliche 80.000 kg (angeblich 1 Million Exemplare pro Jahr!) gefangen werden. 80.000 Menschen wohnen hier in 170 schwimmenden Dörfern und leben von der Fischerei. Mit dem Boot geht es zum schwimmenden Dorf Prek Toal, wo wir uns für den Besuch des Biosphärenreservates registrieren lassen müssen. Nach einer weiteren Stunde im Boot, vorbei an Horsten des Graukopf-Seeadlers, erreichen wir das Reservat, wo wir von Plattformen die größte Wasservogel-Kolonie Südasiens einsehen können. Hier nisten Tausende von Braunwangenscharben, Kormorane und Mohrenscharben, Schlangenhalsvögel, Grau-, Purpur-, Nacht-, Silber- und Mittelreiher, Schwarzhalsibisse, Graupelikane, Silberklaffschnäbel, Tausende von Wollhalsstörchen, aber auch Buntstörche, Kleine und Große Adjutanten. Mit Glück sehen wir als große Raritäten auch Schwarznacken- und Milchstörche. Letzterer brütet hier mit 10 Paaren in der einzigen bekannten Kolonie weltweit. Die Fülle an Vögeln ist in diesem 21.000 Hektar großen Reservat unvorstellbar! Dazu kommen natürlich auch Greifvögel, Eisvögel und verschiedene Singvögel neben unerwarteten Überraschungen zur Beobachtung.

5. Tag:
Wir besuchen einen weiteren Höhepunkt der Reise, das Ang Trapaeng Thmor Reservat mit seiner einzigartigen Mischung aus Feuchtgebieten, Wiesen, Dipterocarp-Wäldern und Reisfeldern, das vor allem wegen der großen Population an Sarus-Kranichen der Unterart sharpei berühmt ist. Neben dem letzten Vorkommen der Glanzente in Südostasien wurden über 200 Vogelarten nachgewiesen; u.a. Mangroven-, Brahminen- und Elsternweihe, Schwarzmilan, Weidenammer, Horsfieldlerche, Kotilangbülbül, Spießbekassine, Strichelschwirl, Goldschnepfe, Mandarinstar, Schwarzhalsstorch, verschiedene Limikolen und Enten sind möglich. Auch der seltene Leierhirsch (Rucervus eldii) kommt im Gebiet vor.

6. Tag: Heute suchen wir die unvergleichlichen Riesen- und Weißschulteribisse im Tmatboey Ibis Reservat. Weiterfahrt auf zunächst guter Straße, bei einzelnen Stopps sehen wir vielleicht Wollhalsstorch, Großer Grünschnabelkuckuck, Feuerrücken- und Gelbnackenspecht, Linienbartvogel, Flaggen- und Glanzfleckdrongo, Wanderelster, Goldstirnblattvogel, Koel, Lazulischnäpper, Kotilang-, Streifenkehl- und Schwarzkopfbülbül, Schlangenweihe, Malaienteesa, Schwarznackenpirol, Kambodscha- und Schwarzhalsstar, Rotkehlfälkchen, Braunwürger, Smaragdspint, Sonneratkuckuck, Pflaumenkopfsittich, Hinduracke und Grünrückennektarvogel.
Wir besuchen den mit roten Ziegelsteinen gebauten Tempelkomplex Ko Kher, einst das letzte Rückzugsgebiet der Roten Khmer. Bei einem Rundgang durch das eindrucksvolle Tempelgelände suchen wir natürlich auch Vögel wie z.B. Scharlachmennigvogel, Gelbbrauen- und Middendorflaubsänger, Grünrücken- und Purpurnektarvogel, Schikra, Frühlingspapageichen, Maskenraupenfänger und Waldpieper. Weiterfahrt auf zunehmend schlechter werdenden Pisten durch den Dipterocarp-Wald nach Tmatboey. Wir beziehen unsere einfachen, traditionellen Holzhütten im Camp der örtlichen Vogelbeobachtungsstation. Hier sind die einzigen bekannten Neststandorte des Weißschulteribis (Weltbestand ca. 250 Vögel) zu finden.
Nachmittags erkunden wir die nähere Umgebung und hoffen auf Arten wie Malaienteesa, Rotschultertaube, Großer Alexandersittich, Bartsittich, Kronenbaumsegler, Braunliest, Grauscheitel- und Weißbauchspecht, Weißhaubenhäherling, Samtstirnkleiber, Rotschnabelkitta und Wanderelster.

7. Tag: Wir suchen in der Schwemmlandebene des Mekong-Flusses im Norden der Preah Vihear Provinz, nahe der Grenze zu Laos, nach den beiden geradezu mystischen und extrem seltenen Riesen- und Weißschulteribissen. Hier konzentrieren sich viele Wasservögel, und an den Tümpeln haben wir die besten Chancen, andere Arten wie Wollhalsstorch, Weißbrust-Kielralle, Perlfrankolin, Langschwanz-Zwergfalke, Bankivahuhn, Schlangenweihe, Rotschultertaube, Bronzefruchttaube, Blaubartspint, Sonneratkuckuck, Frühlingspapageichen, Orienthornvogel, Indochinalerche, Rötel-, Rotbürzel-, Grau-, Feuerrücken- und Sultanspecht, Waldpieper, Burmawürger, Mohrenschwarzkehlchen, Grau- und Zwergmennigvogel und viele weitere Kleinvögel zu finden.

8. Tag:
Vor Dämmerungsbeginn fahren wir zu den Reisfeldern auf der Suche nach den Schlafbäumen der Riesenibisse. Im nahen Trockenwald und den abgeernteten Reisfeldern haben wir gute Chancen auf überfliegende Ibisse und vielleicht attraktive Arten wie Hindugrünspecht, Gartenraupenfänger, Graubrustprinie, Pagodenkauz, Puderspecht und andere.
Nachmittags exkursionieren wir in einem mit hohem Bambus bestandenen Galeriewald und hoffen auf Arten wie Schwarzgenickschnäpper, Kuckuckstrillerkauz, Blaubartspint, Indochinalerche, Perlfrankolin und finden mit etwas Glück auch die seltene Kupfertaube.

9. Tag:
Morgens noch eine Exkursion im Park und dann fahren wir weiter nach Veal Krous zum Geierrestaurant.
Hier werden wir in Zelten schlafen müssen, da es keine Zimmer für Touristen gibt. Dafür sind die Chancen sehr gut, den Kahlkopfgeier, einer der seltensten Geier der Welt, zu sehen. Der Goldschakal kommt auch ab und zu vorbei.

10. Tag: Wir beobachten vom „Geierrestaurant“ aus, an einem der wenigen Futterstellen für Geier in Kambodscha. Hier in den trockenen, lichten Dipterocarpus-Wäldern brüten auch noch Bengal- und Schmalschnabelgeier, die meist auch die Futterstelle aufsuchen.
Nachmittags Fahrt nach Kampong Thom, das am Ostufer des Tonle Sap Sees liegt. Bei Stoung besuchen wir ein Schutzgebiet der seltenen Barttrappe, die hier mit etwa 130 Vögeln ihr weltweit größtes Vorkommen hat. Bei der Suche nach der Trappe im Grasland sind aber noch viele andere Vogelarten möglich wie Mangrovenweihe, Wollhalsstorch, Fleckschnabelente, Zwergwachtel, Spießbekassine, Horsefieldlerche, Orientspornpieper, Cistensänger, Strichelschwirl, Strichelkopfschilfsteiger, Mohren- und Sibirisches Schwarzkehlchen, Königsdrongo, Langschopfmaina und vielleicht Mandschuren-Rohrsänger.

11. Tag:
Frühexkursion in die Reisfelder und das niedrige Grasland ca. 5 km südlich von Kampong Thom. Mögliche Arten sind hier u.a. Mandschurenrohrsänger, Chinarohrsänger, Strichelschwirl, Dunkellaubsänger, Augenstreifenbülbül, Braunwürger, Mandarinenstar, Weidenammer, Klagekuckuck, Mangroven- und Elsternweihe, Gleitaar, Buntstorch, Schwarzhalsibis und Limikolen.
Nach dem Frühstück Abfahrt und zunächst durch dicht besiedeltes Gebiet mit Reisfeldern bis Kampong Cham, dann über den Mekong und weiter zum Zielort Kratie. Kratie ist bekannt für seine Flussdelphine. Mit einem lokalen Führer machen wir eine Bootsfahrt auf dem Mekong. Als ornithologischer Leckerbissen wird die Mekongstelze erwartet, die erst vor wenigen Jahren beschrieben wurde als Motacilla samveasnea. Neben weiteren Vogelarten hoffen wir natürlich auf Mekong-Flussdelphine.

12. Tag: Heute ist unser Ziel Mondulkiri, Ausgangspunkt für unsere nächsten Exkursionen. Vor der Abfahrt achten wir auf die möglicherweise über uns schwirrenden Weißnestsalanganen, die hier 2004 erstmals in Kambodscha gebrütet haben. Ihre weißen, aus Speichel erbauten Nester sind jene, aus denen die berühmte „Schwalbennestersuppe“ hergestellt wird.

13. - 14. Tag:
Beim Wanderung durch den immergrünen Bergwald des Seima Protection Forest sehen wir neue Vogelarten wie z.B. Spateldrongo, Goldbrust-, Streifenkehl-, Grauaugen- und vielleicht Rostbauchbülbül, Weißschwanz-Laubsänger, Furchen- und Doppelhornvogel, Großer Grünschnabelkuckuck, Grünohr-, Grünscheitel- und Blauohrbartvogel, Rotbauchadler, Dollarvogel, Papageischnabel- und Keilschwanz-Grüntaube, Fahlbauch-Fruchttaube, Bindenschwanztaube, Rotkopf- und Grünkopftrogon, Papagei-Breitrachen. Die wunderschöne und fast endemische Kambodscha-Buschwachtel erreicht hier die Südgrenze ihrer Verbreitung. Wie alle Waldhühner ist es scheu und schwer zu finden. Es kommt vornehmlich im Krüppelwald der Hochebene vor. Bei der Suche nach dieser Wunschart werden oft attraktive andere Arten wie Grünfuß-Buschwachtel, Trauerraupenfänger, Türkisfeenvogel, Lazulischnäpper, Hainparadiesschnäpper, Großiora, Gelbsteiß-, Feuerbrust- und Dickschnabelmistelfresser, Gangesbrillenvogel, Himalayasäbler, Karmesin-, Rubinwangen- und Schwarzkehl-Nektarvogel entdeckt.

15. Tag:
Morgens noch eine Exkursion in der Nähe der Lodge, danach fahren wir nach Phnom Penh. Unterwegs kurze Stopps mit verschiedenen Exkursionen.

16. Tag:
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

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Einzelzimmer sind nicht überall verfügbar

Teilnehmer: maximal 12, minimal 8 Personen

Im Reisepreis enthalten:
- Flüge
- Übernachtung teilweise in Zimmern mit DU/WC
- am 12. bis 14. Tag sehr einfache Unterkünfte mit Mehrbettzimmern und Zelten
- am 5. und 9. Tag Zelte
- Vollpension
- mittags Lunchpakete
- Fahrtkosten
- Bootsfahrt
- deutschsprachige Reiseleitung
- örtliche Reiseleitung
- teilweise örtliche Ornithologen
- Führungskosten
- Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
- Visum
- Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
- Sicherungsschein

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