Flachland-Gorillas und viele endemische Vogelarten
Diese Reise führt uns in eines der ornithologisch interessantesten afrikanischen Länder. Gabun ist 267.667 km² groß und besitzt mit 74 % der Landesfläche noch einen sehr hohen Anteil an ursprünglichem Regenwald. Bisher wurden in diesem Land 6.551 Arten Gefäßpflanzen, 190 Säuger-, 130 Reptilien- und ca. 670 Vogelarten registriert. Ca. 10 % des Landes sind in ca. 13 Nationalparks geschützt. Gabun gehört auf Grund seiner küstennahen Erdöl- und Erdgasvorkommen zu den wohlhabendsten afrikanischen Ländern. Noch ist dieses Land ein ausgesprochener Geheimtipp für Naturbeobachter.
Auf einer 16tägigen Reise wollen wir die interessantesten Gebiete Gabuns, darunter das Lopé-Reservat, das Ipassao-Reservat und das Hochland besuchen mit Vorkommen des Flachland-Gorillas und vieler endemischer Vogelarten. Zu den Besonderheiten zählen z.B.: Ansell-Kuckuck, Waldnachtschwalbe, Finsch Frankolin, Loangoweber, Schwarzperl- und Schlichthauben-Perlhuhn, Langschwanzhabicht, Saphirspint, Trugschwalbe, Kongoschmätzer, Schlangenbussard, Rachelweber, Buntkopf-Felshüpfer.
Auf der 7tägigen Verlängerungsreise erkunden wir die beiden kleinen vulkanischen Inseln Principe und Sao Tomé, die sich u.a. durch das Vorkommen von knapp 30 endemischen Vogelarten auszeichnen und ca. 250 km vor der afrikanischen Küste liegen. Diese ehemalige portugiesische Kolonie ist nur 1.001 km² groß. Noch 50 % der Inselflächen sind von Regenwald bedeckt.
1. Tag: Flug von Frankfurt in die Hauptstadt nach Libreville.
2. Tag: Fahrt durch Regenwaldgebiete in das Lopé-Reservat, wo wir 4x übernachten. Unterwegs suchen wir Felsenbrachschwalbe, Hartlaubente, Binsenhuhn, Weißachsel-Brachschwalbe, Singschwalbe und Weißkopfkiebitz.
3. – 5. Tag: Per Boot, Geländewagen und zu Fuß erkunden wir das Lopé-Reservat, in dem u.a. Kaffernbüffel, Elefanten, Gorillas, Schimpansen und viele interessante Vogelarten wie z.B. Schwarzperlhuhn, Gabunbuschsänger, Waldnachtschwalbe, Blaubrust- und Purpurspint, Keulenhornvogel, Langschwanzhabicht, Maidtaube, Braunstirn-Regenpfeifer, Weißschopf-Hornvogel, Buntkopf-Felshüpfer, Leierschwanz-Honiganzeiger, Wassertriel, Halsband-Brachschwalbe, Violettmantel-, Grünkopf-Nektarvogel, Grünkehl-Glanzköpfchen, Gelbschnabel-Madenhacker, Blasskopfpinkpink, Braunrücken- und Gelbkehlpieper vorkommen. Hier wurde die höchste Affendichte weltweit registriert. Das Gebiet ist sehr artenreich, da wir hier sehr viele unterschiedliche Lebensräume wie Gewässer mit Sand- und Felsenufern, Savannen, Galeriewälder und Regenwald antreffen können. Auf einer fakultativen Exkursion besteht die Möglichkeit, den gefährdeten Flachland-Gorilla zu suchen.
6. Tag: Fahrt auf schlechter Piste nach Osten zur Stadt Makokou, die am Rand des 10.000 ha großen Ipassa-Reservates liegt (4 Übernachtungen in sehr einfachem Hotel).
Dieses Regenwaldgebiet gilt als eines der wichtigsten Biodiversitätszentren für afrikanische Waldvögel! Auch hier leben Tiefland-Gorillas.
7. – 9. Tag: In diesen drei Tagen erkunden wir vor allem den Regenwald zu Fuß auf Pfaden. Außerhalb des Reservates können wir im Kulturland auch Offenlandarten suchen. Das Beobachten im Regenwald ist mühselig und erfordert sehr viel Geduld und Konzentration. Viele Vögel leben in größeren, artenreichen Schwärmen. Dafür werden wir aber die Gelegenheit haben, sehr seltene und geografisch sehr begrenzt vorkommende Vogelarten zu beobachten. U.a. leben hier Guineaibis, Hartlaubente, Kastanien- und Zügelliest, Ansell-Kuckuck, Borstenbartvogel, Blaurückenturako, Graubauch-Mausspecht, Trugschwalbe, Gelbwangen- und Narinatrogon, Schlangenbussard, Schwarz- und Schlichthauben-Perlhuhn, Gosling-Feinsänger, Rachel- und Gelbkappenweber, Kappenbreitrachen, Maidtaube, Termitenspecht, Gelbbauch- und Einfarb-Bülbülgrasmücke, Rotkappen-Spreizschwanz, Glanzhaubenschnäpper sowie Zeisig-, Raphia-, Falkenstein-, Schuppenstirn- und Hartlaub-Bülbül.
10. Tag: Lange Fahrt von Makokou in das Hochland von Gabun an der Grenze zum Kongo nach Franceville, wo wir viele neue Vogelarten entdecken werden (4 Übernachtungen; 12. Tag im Zelt).
11. – 13.Tag: Wir erkunden drei Tage lang eine abwechslungsreiche Landschaft aus Miombo-Wald, immergrüner Vegetation, Seen, Grasland und Heide. Hier leben u.a. Gleitaar, Graubürzel-Singhabicht, Kehlstreif- und Salvadori-Bussard, Horus- und Haussegler, Natal Zwergfischer, Braunkopfliest, Weißstirn- und Zwergspint, Mohrensichelhopf, Sumpfastrild, Mosambikgirlitz, Graukopfsperling, Amethystglanzstar, Afrikaner- und Goldkuckuck, Fleckenibis, Laufhühnchen, Harlekinwachtel, Kapohreule, Coquif-, Rotkehl- und Finsch-Frankolin, Senegaltrappe, Temminckrennvogel, Neddicky, Baumklapper- und Rotnackenlerche, Kongoschmätzer, Schwarzkinnweber, Kongokuckuckswürger, Rosenbauch-Bartvogel, Schwarzkopf- und Rosenspint.
14. Tag: Transfer von Franceville nach Libreville.
15. Tag: Ausflug nach Cap Esterias an der Mündung des Moka-Flusses. Hier können u.a. Rötelpelikan, Damara-Seeschwalbe, Weißschopfreiher, Weißstirn-Regenpfeifer, der sehr seltene Loangoweber und Rosenspint beobachtet werden.
16. Tag: Morgens Flug über Paris nach Frankfurt.