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Schneekranich (Grus leucogeranus) & Schwanengans (Anser cygnoides)

China – Wintergäste

Cabottragopan, Löffelstrandläufer, Schnee-, Mönchs- & Mandschurenkranich in Südostchina

Bei unserer Reise können wir mit etwas Glück 7 Kranicharten, den Cabottragopan und den Löffelstrandläufer entdecken.
Bei Rudong und im Mingjiang-Delta suchen wir nach durchziehenden nord-östlichen Limikolen, u.a. wurden hier in den letzten Jahren meist bis ca. 100 rastende Löffelstrandläufer und einige Schwarzgesichtlöffler gesehen.
Gute Chancen haben wir, in einem einmaligen Primärwald, auf dem Weg zum Poyong-See, Elliotfasan und Cabottragopan sowie am Fuße des Longhushan, Schuppensäger zu beobachten.
Das breite Tal des Yangtsekiang-Flusses mit seinen zahlreichen Flachwasserseen und riesigen Reisfeldern ist eines der bedeutendsten Überwinterungsgebiete für Kraniche und Wasservögel in der gesamten Ostpaläarktis. Erst in den 80er Jahren gelang chinesischen Ornithologen hier am Poyang-See die sensationelle Entdeckung des weltweit bedeutendsten Überwinterungsplatzes des Schneekranichs. Nachdem die Winterbestände des Schneekranichs in Nordindien und im Iran am Südrand des Kaspischen Meeres im letzten Jahrzehnt nahezu erloschen sind, beherbergt dieses Gebiet im Winter mit bis zu 2.500 Vögeln nahezu 95 % dieser vom Aussterben bedrohten Art. Neben dem Schneekranich sind im Winter bis zu 5 weitere Kranicharten im Yangtse-Tal anzutreffen, sowie andere interessante Schreitvögel wie Löffler und Schwarzschnabelstorch. Zugleich sind die ausgedehnten Feuchtgebiete am Yangtse zu dieser Jahreszeit bevölkert von Zehntausenden überwinternder Singschwäne und Zwergschwäne, Gänse, Enten und Watvögel, darunter so attraktive Arten wie die Kaisergans.

1. – 2. Tag: Flug Frankfurt – Shanghai. Je nach Ankunftszeit fahren wir weiter nach Rudong.

3. – 4. Tag: Am Morgen beobachten wir in den Wattgebieten entlang der Küste bei Rudong. Unter den Tausenden durchziehenden nordischen Limikolen sind auch Raritäten wie Großer Knutt, Tüpfelgrünschenkel und zwischen den vielen Rotkehlstrandläufern in manchen Jahren bis zu 100 Löffelstrandläufer, die im Schlick nach Nahrung suchen, zu finden. Bei den Möwen achten wir auf Japanmöwe, Ostsibirenmöwe und Mongolenmöwe.
Dann fahren wir weiter nach Norden in ein 24.000 ha umfassendes Vogelschutzgebiet an der Küste bei Yancheng. Hier sind zahlreiche Singschwäne und Zwergschwäne, Saatgänse, Zwerggänse, Bläßgänse, Graugänse und Schwanengänse und neben Bergenten fast alle asiatischen Entenarten anzutreffen. Insbesondere ist hier im küstennahen Bereich mit überwinternden Kranichen wie Kranich, Kanadakranich und Mandschurenkranich, der weltweit zweit seltensten Kranichart sowie Kappenmöwen zu rechnen. Im Schutzgebiet ist auch eine Kranichzuchtstation. In den Baumreihen entlang der Straßen sieht man oft ziehende Wiesenammern, Tristramammern, Gelbbrauenammern, Zwergammern, Schmuckammern, Maskenammern, Waldammern, Graukopfammern, Weidenammern, Rötelammern und Pallas-Ammern.

5. Tag: Rückfahrt nach Shanghai und weiter mit dem Flugzeug nach Fuzhou, anschließend ins Hotel nach Jinfeng.

6. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir ins Mingjiang-Delta, das in einer Breite von 25 km ins Ostchinesische Meer mündet. Am Ufersaum der ausgedehnten Sandbänke finden wir viele nordische Limikolen, die auf dem Weg zu ihrem Winterquartier sind. In den großen Trupps werden oft Isabellbrachvogel, Teich-Wasserläufer, Terek-Wasserläufer und Graubürzel-Wasserläufer, Grünschenkel, Rotkehlstrandläufer, Langzehenstrandläufer, Spitzschwanzstrandläufer und Sichelstrandläufer, Sumpfläufer sowie Graukopfkiebitz, Orientbrachschwalbe und Steppenregenpfeifer gesehen. Mit Glück sind auch noch Jangtsepapageimeise, Schwarzgesichtlöffler, Löffelstrandläufer und Tüpfelgrünschenkel in diesem Gebiet. Im Schilf und in den Weidenbeständen finden wir meist Cistensänger, Bergprinie, Gelbbauchprinie und Rahmbrustprinie, Graukopf-Papageischnabel und Braunkopf-Papageischnabel sowie Sonnenvogel, Schwarzkehl-Schwanzmeise, Seidenstar und Graustar und auf den Brachflächen und Büschen Augenbrauenhäherling, Spitzschwanz-Bronzemännchen, Haubenammer, Feuerbrust-Mistelfresser, Muskatamadine, Rötelsperling, Keilschwanzwürger, Waldpieper, Rotkehlpieper, Bergpieper, Pazifikpieper und Mattenpieper.

7. Tag: Heute haben wir eine lange Fahrstrecke (ca. 650 km) nach E´mein Feng vor uns. Aber die Straße ist gut ausgebaut, und man hat auch noch Zeit zum Beobachten.

8. – 9. Tag: Wir besuchen das 567 qkm große Waldnaturschutzgebiet Wuyishan. Mit seinem 2.185 Meter hohen Huanggana ist es eines der weltweit größten und am besten erhaltenen Gebiete mit feuchtem subtropischen Primärwald. 29.000 ha des Gebietes sind noch ursprünglicher Urwald, der mit seinen vielen Vegetationsstufen vom kühlen Koniferenwald über immergrünen Regenwald bis zum Bambuswald einzigartig in China ist. Elliotfasan und Cabottragopan sind die Highlights, die man hier sehen kann, aber man findet auch Koklasfasan und Silberfasan, Perlfrankolin, Japanbuschwachtel und Chinabuschwachtel, Graubrauen-Bambushuhn, Froschsperber und Trillersperber, Meenataube, Tüpfelzwergspecht, Orangebauch-Blattvogel, Grau­brust- Baumelster, Brustbandhäherling und Grauhäherling, Rotkopftimalie, Schmuckmeise und Königsmeise, Chinesenbülbül und Grünflügelbülbül, Chinesengrünling, Schuppenkopfgimpel sowie in den Bächen den Stummel-Scherenschwanz und Weißscheitel-Scherenschwanz.

10. Tag: Heute fahren wir weiter Richtung Norden nach Guangxi zum Naturschutzgebiet Longhushan. In diesem Naturschutzgebiet, das zum größten Teil bewaldet ist, überwintern jedes Jahr auf den naturbelassenen Flüssen, deren Meander durch unzählige Kiesbänke getrennt sind, einige Schuppensäger und Ussuriregenpfeifer.

11. Tag: Fahrt mit dem Bus nach Wucheng. Nachmittags Beobachtungen am Poyang-See, dem Hauptüberwinterungsgebiet der Schneekraniche.

12. – 13. Tag: Ausgiebige Beobachtungen im 22.400 ha umfassenden Schutzgebiet am Poyang-See. Neben bis zu 2.500 Schneekranichen lassen sich hier u.a. weitere seltene Arten wie SchwarzschnabelstorchKranichMönchskranich und Weißnackenkranich sowie bis zu 50.000 Schwäne und Schwanengänse beobachten. Weitere spektakuläre Ansammlungen von überwinternden Gluckenten, Sichelenten, Baerenten, Fleckschnabelenten, Mandarinenten, Spießenten, Löffelenten, Schnatterenten und Pfeifenten können auf dem riesigen Seenkomplex beobachtet werden.

14. Tag: Rückfahrt nach Nanchang, dann Flug nach Shanghai, wenn noch Zeit ist, werden wir eine kurze Stadtbesichtigung machen. Rückflug nach Frankfurt.

15. Tag: Ankunft in Frankfurt.

Teilnehmer: maximal 12, minimal 10 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung, meist in Hotels mit DU/WC
  • Vollpension
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • teilweise örtliche Ornithologen
  • Dolmetscher
  • Visum
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
In entlegenen Gebieten werden wir in einfachen Hotels untergebracht sein, um eine weite Anreise zu vermeiden.
Wer möchte, kann noch ein paar Tage Kultur anhängen. Sagen Sie uns wie lange, und wir machen Ihnen ein Angebot.