MENU

Kasachstan 15. Mai bis 04. Juli 2023 (15 oder 21 Tage)

Fauna & Flora Sibiriens, weite Steppen, unerforschte Wüsten, unberührte Hochgebirge: UNESCO-Weltnaturerbe Tengiz, Tien-Schan-Gebirge, Taukum, Altyn-Emel-NP, Ili-Alatau-NP, Turanga-Wälder, Altai-Gebirge

Kasachstan ist mit seinen 2,7 Millionen Quadratkilometern das neuntgrößte Land der Erde. Die Vielfalt der Lebensräume, von den Steppenseen bis zu den alpinen Matten im Tian Shan, versprechen für Ornithologen sehr interessante Vogelarten. Über 500 Arten wurden in den letzten Jahren nachgewiesen, u.a. Ibisschnabel, Himalaya Königshuhn, Bergrubinkehlchen, Riesenrotschwanz und einige schöne Gimpelarten.
Wir besuchen das 30.000 km² große Naturreservat Tengiz und Korgalzhyner Seen (erstes UNESCO-Weltnaturerbe Kasachstans) mit seinen zahlreichen großen und kleinen Steppenseen. Hier wurde ein Paradies inmitten der riesigen Steppe erhalten.
Die beeindruckenden Bergriesen des Tien Schan und deren einmalige Landschaft sind ein weiteres Highlight unserer, z. T. expeditionsartigen Reise. Bei Wanderungen oberhalb der Baumgrenze suchen wir nach den Spezialitäten des Gebietes.

1. Tag (15. Mai) Hinflug Flug ab Frankfurt nach Astana.

2. – 3. Tag: Tengiz-Vogelreservat: Ankunft in Nursultan am Morgen des 16. Mai. Direkte Fahrt in das Tengiz-Vogelreservat (170 km). Ausruhen in der Unterkunft. Nach dem Essen eine ausgiebige Exkursion im Gebiet, wo wir einen kleinen Steppensee besuchen. Brutvögel sind die seltene Steppenweihe, Ohrenlerche, Kornweihe und Rotfußfalke. Wir beobachten u. U. an einem besetzten Horst des Steppenadlers, welcher ein lokaler Ornithologe vorher schon ausgekundschaftet hat. Mit Glück sehen wir schon die ersten endemischen Mohrenlerchen.
Der 2. Tag führt an zwei bis drei Seen und die weiten, bis zum Horizont reichenden Steppen. Hier können wir auf Wiesenweihe, Weißflügellerche, Rosaflamingo, Teichwasserläufer, Schelladler, Schreiadler, Buschspötter, Braunen Sichler und Zwergralle treffen. Die Wasserflächen werden oft bevölkert von Ohrentaucher, Schwarzhalstaucher und Rothalstaucher, Krauskopfpelikan, Weißkopfruderente, Moorente und Kolbenente, Odinshühnchen, Zwergmöwe, Dünnschnabelmöwe, Fischmöwe und Barabamöwe, Lach-Seeschwalbe, Raub-Seeschwalbe, und Weißflügel-Seeschwalbe. Botanisch interessant sind die Stipa-dominierten Langgrassteppen, über die wir auch Einiges erfahren. Ü: 2x Gasthaus Korgalshyn

4. Tag: Tengiz-Vogelreservat und Astana: Nach einem frühen Frühstück sind wir am Vormittag im Tengiz-Vogelreservat unterwegs. Es ist einer der wichtigsten Trittsteine für den Vogelzug sibirischer Arten in. Als eines der Highlights kann hier einige Tausend Odinshühnchen beobachten! Weiterhin sind endemische Arten wie der gefährdete Steppenkiebitz, Buschspötter, Merlin, Rotkehlstrandläufer und Tamarisken-Rohrsänger möglich. Am gegen Mittag Rückfahrt nach Nursultan (170 km). Kultur: Kurze Stadtbesichtigung im Zentrum von Nursultan. Am frühen Abend besteigen wir den Schlafwagenzug in Richtung Almaty. Ü: Schlafwagenabteil

5. Tag: Schu-Ili-Bergland und Trockensteppen: Ankunft am Morgen in einem Dorf westlich von Almaty, welches direkt in den Schu-Ili-Bergen liegt. Unsere Fahrzeuge warten am Bahnhof, welche sich am Fusse der Schu-Ili-Berge befindet. In den sanften Hügel werden durch Trockensteppen eingenommen, wo wir auf Zwergtrappe, Steinrötel, Kurzzehenlerche, Bergkalanderlerche treffen.  Immer wieder ragen Felskuppen aus der Landschaft und wir achten auf Chukarhuhn und Schmutzgeier. U. U. ist auch ein Steinadlerhorst aus dem Jahre 2021 wiederbesetzt.
Als absoluten Kultur-Höhepunkt wollen wir uns das UNESCO-Weltkulturerbe „Tamgaly“ anschauen, eine Ansammlung von ausgesprochen schönen Felszeichnungen. Botanisch ist das Gebiet auch interessant. Hier wächst die schönste und ungewöhnlichste Wildtulpe der Erde, die Regel-Wildtulpe (Tulipa regelii) und Irisgewächse der Gattungen Iridodictium. Ü: *Hotel im Schu-Ili-Bergland

6. Tag: Taukum-Wüste: Der heutige Tag steht im Zeichen der Trockensteppen- und Halbwüstenarten. Wir besuchen eine Wasserstelle wo wir Sandflughuhn, Weißflügelgimpel und Zitronenstelze finden. Ein echter Ornithologen-Traum ist die Sichtung des Wermutregenpfeifers und des Steppenflughuhns, welche im Terrain brüten. Kultur: Wir legen einen Stopp an alten Mausoleen aus Lehm ein. Botanisch interessant sind hier wilde Vorkommen des Rhabarbers und die Behme-Wildtulpe (Tulipa behmiana), welche im Mai noch blühen kann. Ü: Gasthaus in der Taukum-Wüste.

7. Tag: Taukum-Wüste und Turanga-Wälder: Wir sind im Delta des Ili-Flusses unterwegs, welche aus alten Pappeln gebildet wird. Der Ili ist der größte Fluss des Siebenstromlandes und fließt in den gewaltigen Balchasch, der mit 600 km der zweitgrößte See des Landes ist. Der Wald steht zum Teil direkt an der Sandwüste und so kommen hier Triel, Saxaulsperling, Turkestan-Meise, Schwarzkopf-Beutelmeise und Schikra vor. Im Zentrum des Interesses steht heute aber die endemische Gelbaugentaube.  Ü: Gasthaus in den Turanga-Wäldern
Teilnahme vom 21. Mai bis 04. Juni (15 Tage): Abflug in Europa, z. B. ab Frankfurt.

8. bis 9. Tag: Nationalpark Altyn Emel ​Am Morgen verlassen wir die Auwälder und fahren zum Altyn-Emel-Nationalpark weiter, den wir in der zweiten Tageshälfte erreichen. Der Nationalpark stellt ein absolutes Landschafts- und Faunen-Highlight der Reise dar! Wenn es die Zeit zulässt, dann unternehmen wir am frühen Abend noch einen Rundgang in der Nähe der Unterkunft, welche sich in einem verschlafenen Dorf befindet. Auf den Ruderalflächen am Dorfrand können wir Graukopfstieglitz, Isabellsteinschmätzer und Rosenstar ausfindig machen.
Am frühen Morgen des nächsten Tages geht es in die rot-weiß-orange-gelb gebänderten Berge des Aktau-Gebirges, geologisch und ästhetisch ein besonderer Höhepunkt. In den Bergen kreisen Wüstenfalke und Kaiseradler und in den Halbwüsten erwarten uns Wüstensteinschmätzer und Kragentrappe. Hier haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder Knochen von Ursäugern (ca. 10 bis 20 Mio. Jahre) gefunden. In den weiten Ebenen und felsigen Bergländern des Nationalparks leben 7 Großsäuger, einmalig für das Gebiet der ehemaligen UdSSR! Wir finden hier Kulan, Braunbär, Wolf, Prshewalskij-Pferd und Saiga-Antilope. Auf einer leichten Wanderung versuchen wir, Sewerzow-Wildschaf, Kropfgazelle, Gänsegeier und Klippenkleiber zu erspähen. Auch für Kultur ist gesorgt: Wir legen einen Stopp an einem Steinplattengrab der Skythen ein. Ü: 2x Gasthaus im Nationalpark
Teilnahme vom 21. Mai bis 04. Juni (15 Tage): Ankunft am 22. Mai am Airport Almaty und Transfer zur Gruppe

10. Tag: Altyn-Emel-Gebirge, Vogel-Paradies Sorbulak Fahrt durch das Altyn-Emel-Gebirge, wo wir eine kurze Exkursion einlegen und Hoffnung das Chukarhuhn und auf die seltene Nachtigall-Grasmücke haben, die wir 2022 am Brutplatz feststellen konnten. Weiter geht es zum Seen-System des Sorbulak, einem Birding-Highlight des Landes. Wir haben die Möglichkeit auf für Kasachstan seltene Arten, wie Langzehenstrandläufer, Bindenseeadler oder Pazifischen Goldregenpfeifer zu treffen. Über 43 Limikolen- und mehr als 24 Greifvogelarten wurden hier schon registriert. Am frühen Abend verlassen wir díe Seen und fahren nach Almaty (70 km). Ü: Hotel in Almaty

11. Tag: Transili-Gebirge, Zugfahrt Am Vormittag kleine Exkursion im Vorgebirge des Transili-Gebirges, wo Bienenfresser, Wiedehopf und Buschrohrsänger wir zu Gesicht bekommen können. Gegen Mittag oder Nachmittag Zugfahrt mit der Turksib (Zugfahrplan erst Anfang 2023 bekannt). Die Turksib ist eine Seitenzweig der Transsibirischen Eisenbahn und verbindet u. a. Almaty mit Ust-Kamenorsk. Wir fahen wir gemütlich mit einem Schlafwagenzug vom Almatiner Hauptbahnhof in Richtung Norden. Ü: Schlafwagenabteil

12. bis 18. Tag: Expedition im Altai-Gebirge:  Das Altai-Gebirge hat in den letzten 150 Jahren nichts von seiner Ursprünglichkeit verloren. Das betrifft die Fauna, genauso wie die Infrastruktur. Die Straßen und Brücken sind schlecht ausgebaut. Dadurch sind Verspätungen und Routenänderungen aufgrund schlechter, unbefestigter Straßen und aufgrund von Wetterunbilden an der Tagesordnung. Deshalb ist dieser Teil der Reise bewusst als “Expedition” ausgeschrieben. Durch viele blühende Taigaarten und alpine Frühlingsblüher stellt der Altai auch  ein krasses botanisches Highlight dar.
Am Morgen des 12. Tages Ankunft auf einer Bahnstation im Altai-Vorland (Fahrplan erst Anfang 2023 verfügbar) und Fahrt zum Ort Katon-Karagaj, welches sich im UNESCO-Weltnaturerbe „Katon-Karagaj“ befindet. Im Schutzgebiet am Abend eine erste Exkursion, wo wir auf Seidensänger, Baumfalke, Maskenstelze und Wespenbussard treffen können.
Wir erkunden 7 volle Tage die Taiga, Flussauen, subalpinen Wiesen, alpine Felslandschaften des Altai-Gebirges. Dabei sind wir 2 Tage im Schutzgebiet „Katon-Karagaj“ unterwegs: In den unteren Lagen der Au- und Lärchenwälder brüten Rubinkehlchen, Unglückshäher, Bartkauz und Strichelschwirl. Oberhalb der Waldgrenze können wir auf Hakengimpel, Moorschneehuhn und Pfeifhase treffen. Sehr selten zeigen sich Auerhuhn, Rosenbauch-Schneegimpel !! und Altai-Königshuhn !!. Im Jahre 2022 konnte uns unser Guide aus gebührlicher Entfernung einen besetzten Horst eines Kaiseradlers zeigen.
Im Mittelteil unternehmen wir eine Fahrt vom Schutzgebiet Katon-Karagaj bis in die Umgebung von Ridder, wo sich das UNESCO-Biosphärenreservat „Westlicher Altai“ befindet (480 km). Wir exkursieren weitere 3 Tage im UNESCO-Biosphärenreservat „Westlicher Altai“. U. a. sind wir einem der schönsten Bergseen Mittelasiens, dem Rachmanow-See, unterwegs, welche von Taigawäldern eingerahmt wird. Hier brüten Taigaschnäpper, Haselhuhn, Lapplandmeise,  Bergfink, Hopfkuckuck, Schwarzkehlbraunelle und Blauschwanz. In der undurchdringlichen sibirischen Taiga sind Braunbär !! und Flughörnchen zu Hause.
Die höheren Lagen, welche durch Halden von Verwitterungsschutt und einzelnen Sibirischen Kiefern eingenommen werden, sind das Reich von Streifenhörnchen, Alpenschneehuhn und Berg-Braunelle. Im Mai 2022 konnten wir hier die Einsiedlerbekassine im Brutgebiet beobachten.  Ü: 4x Gasthaus, 3x Berghütte
Teilnahme vom 15. Mai bis 31. Mai (17 Tage): Am 30. Mai Transfer bis Ust-Kamenogorsk gemeinsam mit der Gruppe. Ü: Hotel in Ust-Kamenogorsk. Am Morgen des 31. Mai Rückflug von Ust-Kamenogorsk nach Europa (Achtung, Flugplan erst Anfang 2023 bekannt.)

19. Tag: Almaty und Ili-Alatau-Nationalpark: Am Morgen Fahrt nach Ust-Kamenogorsk (130 km). Dann Flug nach Almaty (1:40 h) und Ankunft am Airport Almaty (2022: Ankunft 12.30 Uhr). Kurze Stadtbesichtigung Almaty und anschließend Fahrt in Richtung Tien-Schan-Gebirge, wo wir unser Quartier beziehen. Wir unternehmen eine Exkursion in die Umgebung der Unterkunft, welche sich direkt in den  Gebirgswäldern befindet: Tien-Schan-Laubsänger, Blaukopf-Rotschwanz, Alpensegler, Rosenmantelgimpel. Ü: Hotel im Tien-Schan-Gebirge

20. Tag: Ili-Alatau-Nationalpark: Tagesexkursion im Hochgebirge des Tien Schan-Hochgebirge zwischen 2000 und 3300 m, wo wir Bergrubinkehlchen, Pupurhähnchen, Wacholderkernbeißer und Pamirlaubsänger bewundern können. Eines unserer Ziele ist der Große Almatiner See, eingebettet in den Bergwäldern. Am See findet man mitunter den heimlichen Ibisschnabel (Mai 2022: Beobachtung zweier balzender Vögel), eine der schönsten und seltensten Limikolen der Erde. Oberhalb der Baumgrenze kommen Mattenschneegimpel, Berghänfling und Alpendohlen vor. Am Nachmittag Fahrt nach Almaty und Abschieds-Abendessen. Ü: ***Hotel in Almaty

21. Tag (04. Juni): Am Morgen Rückflug nach Frankfurt.

Teilnehmer:
maximal 12, minimal 7 Personen

Kosten: 
07 Personen               5.890,- €
08 bis 09 Personen    5.590,- €
10 bis 12 Personen    5.390,- €

Einzelzimmer:
560,- €  

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • deutschsprachige ornithologische, zoologische und kulturelle Reiseleitung durch Kasachstan-Experten Stephan Flechtner (1. bis 12. Tag)
  • örtlicher englischsprachiger ornithol. Guide mit deutschsprachigen Dolmetscher (13. bis 21. Tag)
  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Inlandsflug Ust-Kamenogorsk – Almaty (19. Tag)
  • insgesamt 20 ÜN
  • 2x ÜN im Mittelklassehotel in Almaty
  • 2x ÜN im Schlafwagenzug
  • 13x ÜN einfaches Hotel oder Gasthaus im DZ oder EZ
  • 3x ÜN einfache Berghütte im Mehrbettzimmer
  • Zugfahrt Astana – Almaty
  • Zugfahrt Almaty – Ust-Kamenogorsk
  • Vollpension
  • Fahrt- und Führungskosten
  • Genehmigungen für Schutzgebiete
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
– Besondere Witterungsverhältnisse und dadurch bedingte Programmänderungen sind vorbehalten.
– 16x Einzelzimmer: 2x Hotel Almaty, 2x Schlafwagenabteil, 3x Gasthaus Korgalshyn, 1x *Hotel Schu-Ili-Berge, 1x Turanga-Wälder, 4x Gasthaus Katon-Karagaj-NP, 2x Gasthaus Altyn-Emel-NP, 1x Hotel im Ili-Alatau-Gebirge
– Berghütte im Westaltai mit Aussentoilette und Sauna mit 3 bis 5 Personen pro Zimmer